1994 erklärte die UNESCO die Roheisenerzeugung der Völklinger Hütte zum Weltkulturerbe. Das heutige Welterbe umfasst mit 7,46 Hektar Grundfläche nur einen Bruchteil des rund 260 Hektar großen Völklinger Saarstahl-Areals.
Die „Stiftung Industriekultur“ wurde Anfang 1996 mit dem Ziel gegründet, die Geschichte der Völklinger Hütte zu präsentieren und das Gelände kulturell zu erschließen. In der Wirkungszeit ihres Vorstands Franz Zeithammer (bis Februar 1998) geriet sie nach Anfangserfolgen in finanzielle Turbulenzen. Im Juli 1999 wurde die Stiftung durch die neue Trägergesellschaft „Weltkulturerbe Völklinger Hütte – Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur“ abgelöst. Zum ersten Generaldirektor und Leiter der Geschäftsführung berief das Saarland den Kulturmanager Meinrad Maria Grewenig.
Die Hüttenlandschaft wird seit 1999 durch eine Lichtinstallation von Hans Peter Kuhn illuminiert. Im Jahr 2001 folgte die Erweiterung der nächtlichen Szenerie um eine Lichtinstallation des Wasserhochbehälters und des Pumpenhauses von Michael Seyl. Seit 2021 sind dank Austausch der alten Leuchtkörper gegen LED-Strahler sowie einer neuen Digitalsteuerung wechselnde Lichtprogramme möglich.
Seit 2004 kann das ScienceCenter Ferrodrom erkundet werden, eine multimediale Erlebniswelt rund um Eisen und Stahl. Es gibt Exponate zur Kulturgeschichte des Eisens, Eisen zum Anfassen, Filme, und Interviews mit Zeitzeugen.
2012 war das Areal erstmals Veranstaltungsort des electro magnetic. Im Rahmen der „European Festival Awards“ im holländischen Groningen wurde es als „Bestes Neues Festival Europas 2012“ ausgezeichnet und lief erfolgreich bis ins Jahr 2019.
Seit 1. Mai 2020 ist Ralf Beil Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte.
Anstelle des pandemiebedingt ausgefallenen electro-magnetic-Festivals fand 2020 der Performance-Parcours „Staatstheater goes Völklinger Hütte“ in Kooperation mit dem Saarländischen Staatstheater statt: Best Practice Pandemic Theatre auf dem weitläufigen Gelände des Welterbes Völklinger Hütte.